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Erdgeschichte

Erdbachhöhle
Erforsch.2.T.
Kleingrubenl.
Wieder 1983/84
Wieder 1985/90
1991
1992
1992/93
Schwinde C

Herbstlabyrinth
Bärknochen
Entdeckung
Erforschung
Erschließung
Schauhöhle
Eröffnung
Steinbr.1952

Steinbr.1953

Erdb.Höhlen
Kleingrubenl.
Überraschungsl.

Kolb-Spalte

Dolinen

Karstgebiet

Schauhöhle
hoehle.ge-li.de

Die Erforschungsgeschichte der Erdbachhöhle (Teil 1) (2)

Immerhin, von einem Versuch wissen wir: Fritz PHILIPPI, Pfarrer in Breitscheid von 1897 bis 1904, muss ihn unternommen haben. Jedenfalls schildert er in seiner autobiographischen Erzählung "Vom Pfarrer Mathias Hirsekorn und seinen Leuten", das Pfarrer Hirsekorn (PHILIPPI) gemeinsam mit dem Lehrer das Kleingrubenloch kaufen und unter Einsatz von Sprengstoff einen Zugang zur unterirdischen Welt zu schaffen versuche. Das Unternehmen scheiterte aber bald an Geldmangel und bürokratischen Hindernissen. Am Schluss steht die resignierende Erkenntnis: "Im Kleingrubenloch war nichts zu holen als nasse Hosen."

Zu keinem anderen Ergebnis kam auch der erste, wirklich höhlenkundige Wissenschaftler, der sich mit dem Erdbach beschäftigte: Dr. Hans Karl BECKER aus Frankfurt. In seiner leider nie gedruckten Arbeit "Die deutschen Höhlen" (1925) schreibt er: "Ferner befinden sich bei Breitscheid selbst absolut keine Höhlen am Tage. Es befanden sich dort auch nie welche. Bei Breitscheid treten lediglich zahlreiche Erdfälle auf (Dolinen), wie auch der Erdbach bei diesem Orte in einen oder mehreren Ponoren verschwindet, um bei Erdbach wieder zutage zu treten. Aus jener Gegend können wir daher von echten Höhlen nur die von Erdbach anführen." Es folgen dann Beschreibungen der Erdbacher Höhlen.

Dem ausgezeichneten Höhlenkenner BECKER wäre ein befahrbarer Zugang zum unterirdischen Erdbachlauf bestimmt nicht entgangen. Im Jahre 1928 muss ein solcher Zugang allerdings geschaffen worden sein. Zwar nicht aus wissenschaftlichem Erkenntnisdrang, sondern aus ganz praktischer Notwendigkeit: Die Schwinden des Erdbachs waren verstopft. Das ganze Kleingrubenloch mit Wiesen und Gärten drohte überschwemmt zu werden. Die Gemeinde Breitscheid half diesem Notstand ab, indem an der Südseite des Kleingrubenlochs ein Schacht von etwa 8 m Tiefe gesprengt und ausgemauert wurde. Dieser Schacht stieß auf natürliche Spalten, breit genug, damit einige mutige Männer sie wenigstens ein Stück weit (bis etwa 30 m weit) verfolgen konnten. Genaue Aufzeichnungen wurden leider nicht gemacht bzw. sind verschollen. Hier wurde ein erstes Stück einer vom Erdbach durchflossenen Höhle begangen, ein Zweig allerdings, der mit der heute bekannten Erdbachhöhle keine Berührungspunkte hat.

Mit der Einleitung des Erdbachs in diesen künstlichen Schacht und die anschließenden Hohlräume war das Hochwasserproblem der Breitscheider für Jahre gelöst - aber auch eine Chance für die Forschung vertan. Vom Erdbach mitgeführter Schmutz hat den Schacht nach einigen Jahren wieder verstopft und den Bach andere Abflusswege finden lassen. Versuche in den Jahren 1972/73, den Schacht wieder auszuräumen, blieben ohne Erfolg.

Es wurden auch sehr umstrittene Mittel eingesetzt, um den Geheimnissen des Erdbachs auf die Spur zu kommen. Im Jahr 1934 muss ein Major SÖDING mit der Wünschelrute den "genauesten Verlauf dieses Gewässers" festgestellt haben (Dill-Zeitung vom 18.05.1934). In der Tat, seine Angaben sind sehr präzise: "Etwa 400 Meter nach seinem Eintritt in die Erde erweitert sich der Bach teichartig zu einer Breite von 15 Metern auf einer Länge von 40 Metern, und es ist deutlich zu erkennen, dass hier ein

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