blog  Kontakt  Hilfe  Impressum  Download
www.ge-li.de/blog/
 
www.alt-breitscheid.de/blog/  

Erdgeschichte

Erdbachhöhle
Erforsch.2.T.
Kleingrubenl.
Wieder 1983/84
Wieder 1985/90
1991
1992
1992/93
Schwinde C

Herbstlabyrinth
Bärknochen
Entdeckung
Erforschung
Erschließung
Schauhöhle
Eröffnung
Steinbr.1952

Steinbr.1953

Erdb.Höhlen
Kleingrubenl.
Überraschungsl.

Kolb-Spalte

Dolinen

Karstgebiet

Schauhöhle
hoehle.ge-li.de

Die Erforschungsgeschichte der Erdbachhöhle (Teil 2) (2)

Erdbach den freigelegten Weg immer wieder verstopft, ist hier jedes Mal neue, nicht ganz ungefährliche Arbeit nötig.

Unterhalb dieser Versturzzone müssen 36 Meter des senkrechten Schachtes freihängend mit Seil und Strickleiter bewältigt werden. Hier kann wegen der Steinschlaggefahr immer nur einer klettern und alles Material muss ab- und aufgeseilt werden - eine zeit- und kraftraubende Angelegenheit. Immerhin zeigte sich: Der unterirdische Verlauf des Erdbachs kann von Menschen auf weite Strecken verfolgt werden.

So wurden in den Jahren 1966 bis 1968 dreimal große Forschungsexpeditionen mit zahlreichen Teilnehmern in die Erdbachhöhle unternommen. Zug um Zug erschloss sich ein umfangreiches, bizarres Höhlensystem mit teilweise mehreren Stockwerken übereinander. Schließlich waren 500 Meter Strecke begangen, etwa 400 Meter vermessen und dennoch kein wirkliches Ende erreicht worden.

Es zeigte sich, so weit die Höhlenforscher kamen, dass die Gangstrecken aufs Ganze gesehen steil in die Tiefe führen. Der tiefste Punkt, der erreicht wurde, liegt etwa 100 Meter unter dem Einstieg. Damit ist schon fast die gesamte Höhendifferenz zum Erdbach-Auslauf durchstiegen. Von der horizontalen Entfernung ist freilich so gut wie noch nichts bewältigt. Denn soweit die Höhlenforscher vorstießen, die Höhle verläuft überwiegend in südlicher statt in östlicher Richtung! Das großartigste Naturschauspiel in der Höhle konnten sich die Eindringlinge wegen des abgeleiteten Wassers nur in der Phantasie ausmalen: Den 36 Meter hohen Wasserfall (bei eventueller Ausräumung des Versturzes am Eingang gar 50 Meter hoch), mit dem sich der Erdbach in die Canyon-Strecke hinunterstürzen muss. Die Höhlengänge lassen mit ihrem im allgemeinen schmalen, aber hohen Querschnitten ihre relativ junge Entstehung aus den Klüften des Kalksteins erkennen. Zahlreiche Seitengänge sind mit Lehm, Schotter und Sinter gefüllt - ohne Zweifel dankbare Ziele für weitere Forschungen.

Die immer neuen Steilstufen, Engstellen, Wasser- und Schlammbecken machen ein weiteres Vordringen jedoch rasch außerordentlich materialaufwendig. Zwei Stunden reine Wegezeit waren schließlich für die nur etwa 300 Meter lange Strecke vom Eingang bis zum tiefsten Punkt der Höhle nötig. Das sagt eigentlich alles über die Schwierigkeiten, die sich dort unten dem Vordringen in den Weg stellen. Dabei kommt es ja nicht nur auf das Vorwärtskommen an, sondern unter diesen schwierigen Bedingungen sollen Messungen ausgeführt, fotografiert, Proben gesammelt, Funde registriert, Material transportiert und Kameraden gesichert werden.

Allen Schwierigkeiten zum Trotz wurde hier die größte und tiefste Höhle Hessens erkundet. Das Eindringen in diese wilde, unterirdische Welt war jedesmal etwas Faszinierendes. Hier taten sich Räume auf, die kein Mensch vorher gesehen hatte. Die beim ersten Erleben den neu entdeckten Räumen gegebenen Bezeichnungen spiegeln etwas von der Größe dieses Eindrucks wider: Canyon, Dom, Schatzkammer. Sie lassen aber auch allerhand von den damit verbundenen Mühen ahnen: Klamm, letztes Loch, Wasserspalte, Sklavengang.

Der riesige Aufwand für eine Fortsetzung der Forschungsvorhaben ließ die Höhlenforscher dann nach anderen Möglichkeiten Ausschau hatten. Ein gerade neu entwickeltes Gerät namens Geosonar bot sich an. Es sendet Schallwellen ins Gestein, empfängt die an Störungszonen und Grenzflächen reflektierten Wellen und wertet sie elektronisch aus. Seine Erfinder - Peter HENNE und Bernd KRAUTHAUSEN - hatten damit schon erfolgreich Höhlen von der Oberfläche des Gesteins aus geortet.

In Breitscheid bei den Erdbachschwinden konnten sie mit ihrem Gerät nicht erfolgreich arbeiten. Die den Fels überlagernden Erdschichten waren zu mächtig. Interessante Ergebnisse wurden um die Austrittsstelle des Erdbachs am Erdbacher Steinbruch erzielt. Hier wurden beträchtliche Hohlräume geortet.

<<  >>

 

o zurück zur Hausnamenliste     zurück zur Erdgeschichte von Breitscheid


home | blog alt-breitscheid
hausnamen || liste | karte | ansichten | flurnamen | familien |
geschichte || Geschichtstafel | chronik | karte | kriege | Höhlen | friedenszeit | ereignisse |
schulen || kirchweg | lick | neue schule | klassenfotos |
kirchen || evangel. | konfirmandenfotos | freie evangel. | katholische | pfarrer | kirchgeschichte | feg-entstehung | posaunen | kirchhof |
arbeit || rathaus | landwirtsch. | töpferei | haus | ton-ind. | post | a-dienst | bahn | verkehr | stein | wald | wirtschaften | arzt |
fritz philippi || fortsetzungsgeschichte | buch | über ihn | gedichte |
freie-zeit || vereine | feste | gedichte | spazieren | sport | feuerwehr | musik | hochzeiten | unbekannte Bilder
kinder || vor der schulzeit |

Hinweise zur Benutzung

höhle >
kontakt
anfahrt >
site map
download
impressum

Eine Gesellschaft hat keine Zukunft, wenn sie sich nicht an die Vergangenheit erinnert.
zitiert aus dem "Herborner Tageblatt"

Diese Seite "Alt-Breitscheid" wird von diesem Blog begleitet: http://altbreitscheid.wordpress.com/

Copyright 2008-14 G.Lingenberg.