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Assessorin Gisela Poser

An der Fuchsenhütte 56
64380 Roßdorf
Tel. 06154-8429

5. Februar 2009

Herrn Hans Joachim Henn
Am Südhang 12
35767 Breitscheid

Sehr geehrter Herr Henn,

endlich bin ich dazu gekommen, mir Ihre Unterlagen gründlich anzusehen. Sie sind auf jeden Fall außerordentlich interessant.

Nun ist es so, daß weder Herr Prof. Krajewski noch ich Archäologen sind. Wir sind mit unserer Menhir-Anlage also in einer ähnlichen Situation wie Sie: Wir müssen uns auf das Urteil der Fachleute verlassen. Allerdings sind wir insofem in einer glücklicheren Lage, als unsere Menhir-Anlage bei den zuständigen Archäologen und Geologen als solche anerkannt ist, weil die Steine (Menhire) nicht von ihrem Standort stammen können.

Eine große Schwierigkeit bei der Einordnung vorzeitlicher Steinmale wie von Menhiren oder Schalen besteht leider darin, dass man ihre Errichtung oder ihren Gebrauch fast nie aus der Sache selbst heraus nachweisen kann. Es müssen schon besondere Umstände hinzukommen. Dies scheint in höchstem Maße für die sog Schalen zu gelten, über die nach meinem Eindruck weitgehend Ratlosigkeit herrscht.

Ich habe aber dennoch einige weitere Fragen an Sie, vor allem, ob und ggfs. was die Herren Professoren Schallmeyer und Jockenhövel auf Ihre Anfrage geantwortet haben. Herr Prof . Jockenhövel hat als Autor in der "Vorgeschichte Hessens" (Hrsg. Hermann und Jockenhövel) die Jungsteinzeit und die Menhire bearbeitet.

Der Ihrem Schreiben beigelegte Text über das Museum in Erdbach erwähnt eine späthallstattzeitliche Bestattung und weitere Funde auf Siedlungsstätten dieser Zeit. Ist Ihnen bekannt, ob im Umfeld auch ältere Funde gemacht wurden? Von großem Interesse wären Funde aus der Jungsteinzeit (von den Bandkeramikern an) bis zur Bronzezeit. Der aufrechtstehende Basaltbrocken in der Grimmelswiese könnte auf die Jungsteinzeit hinweisen. Dazu wäre zu klären, ob er auf seinem ursprünglichen Standort steht oder in geschichtlicher Zeit dahin versetzt worden ist. Wie heißen die Flurnamen in seiner Umgebung? Wenn es für seine Versetzung in geschichtlicher Zeit keine Anhaltspunkte gibt, stellen sich weitere Fragen: Kann er auf natürlichem Wege an diese Stelle gelangt sein? Steht sein Gestein dort an, oder kann er durch Wasser oder sonstiges Geschiebe dahin gelangt sein?

Falls die Schalen und auch die Schüssel auf natürlichem Weg entstanden sind, ist es dennoch nicht ausgeschlossen, dass sie in der Vorzeit eine kultische Rolle gespielt haben. Die Wissenschaft hat noch immer wieder Überraschungen bereit gehalten. Auch bei den Menhiren hat sich erst vor wenigen Jahrzehnten - durch europaweite Vergleiche - herausgestellt, daß sie zu einem großen Teil schon der Jungsteinzeit zugeordnet werden können.

Deshalb ist es auf jeden Fall richtig und wichtig, daß Sie die Schüssel dokumentiert haben Auch Photos von den seitlichen Schalen wären noch zu empfehlen, am besten gleich mit einem danebengelegten Maßstab. Ihre Photos könnten - wenn es nicht schon geschehen ist - im Museum einen Platz ?nden mit dem Hinweis, daß ungeklärt sei, was es damit auf sich habe. Auch beim Karstlehrpfad könnten sie als ungeklärte Erscheinungen erwähnt werden.

Besten Dank für Ihre ansprechende Urlaubsempfehlung fürs Yspertal. Ich hatte davon noch nichts gehört. Auch in Südtirol gibt es übrigens zahllose Schalensteine. Eine Erklärungstafel bei der Untergrüblplatte zeigt die Ratlosigkeit angesichts dieser rätselhaften Erscheinungen.

Mit freundlichen Grüßen,

(Gisela Poser)

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